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Wie erstelle ich einen Redaktionskalender?


Wie erstelle ich einen Redaktionskalender?
04 Mrz 2015

Um wirklich erfolgreich Content Marketing zu betreiben, bedarf es einer genauen Planung der Inhalte. Hierfür bietet sich ein (-) Redaktionskalender an, der Ihnen dabei hilft, Ihren Content besser zu organisieren.

Was ist ein Redaktionskalender?

Ein Redaktionskalender kann in einem Papierkalender, auf einem Whiteboard, in einem einfachen Excel Arbeitsblatt,  in einem Google Doc oder in einem cloudbasierten Tool wie bspw. Asana oder Trello erstellt werden. Besteht Ihre Redaktion zum Beispiel aus mehreren Mitarbeitern und/oder Freien, wird wohl ein Redaktionskalender, der online erreichbar und zu bearbeiten ist, eher in Frage kommen als ein Papierkalender. Für welche der oben genannten Form Sie sich also entscheiden sollten, hängt maßgeblich von Ihren Bedürfnissen und Ihrer Strategie ab. 

In jedem Fall wird Ihnen der Redaktionskalender dabei helfen, Ihre Inhalte vorzubereiten und den besten Zeitpunkt zur Veröffentlichung zu bestimmen. Außerdem können Sie mit einem Redaktionskalender sicherstellen, dass Sie zu wichtigen und saisonalen Terminen auch den passenden Content fertig gestellt haben und auch an die Veröffentlichung gedacht wird. Ferner können Sie auch planen, woher der Content kommen soll bzw. wer den Content produzieren soll.

Grob zusammengefasst lässt sich also sagen, dass in einem Redaktionskalender einerseits festgelegt wird, welcher Artikel wann erscheinen soll. Andererseits wird hier aber auch der gesamte Produktionsablauf abgebildet und hilft so bei der Planung der Themen, Ressourcen und Zuständigkeiten.
 

Worauf muss bei der Erstellung eines Redaktionskalenders geachtet werden?

Einige Vorüberlegungen sind auch beim Erstellen eines Redaktionsplanes von Nöten. In den nächsten sechs Schritten erläutern wir Ihnen, worauf Sie beim Erstellen eines eigenen Redaktionsplans achten sollten.

Generell enthalten sollten folgende Eckdaten sein:

•    Datum der geplanten Veröffentlichung
•    Wer soll den Inhalt verfassen (intern, extern, user generated content)?
•    (Arbeitstitel, Persona)
•    Welches Format (Artikel, Blog Post, Interview, eBook, White Paper etc.)
•    Frequenz der Posts
•    Auf welchen Kanälen soll veröffentlicht werden
•    Keywords, die enthalten sein sollten

TIPP: Für das Layout gibt es zahlreiche Tools, die Ihnen dabei helfen können, den Redaktionskalender optisch ansprechend, als auch organisatorisch sinnvoll zu gestalten.
Als Beispiel nennen wir Ihnen hier EditFlow für WordPress.

Nach dieser groben Planung können Sie mit Ihrer Feinplanung für die nächsten ein bis drei Monate beginnen.

 

1. Schritt: Themenrecherche

Für die Recherche der Themen sollte genügend Zeit eingeplant werden. Neben saisonalen sind auch brancheninterne Veranstaltungen und Ereignisse relevant. Bei der Findung gibt es unterschiedliche Kanäle, die genutzt werden können so zum Beispiel Veranstaltungskalender, RSS Feeds oder Fachblogs. Auch Google bietet mit seinen Diensten Google Alert und Google Trends eine gute Möglichkeit herauszufinden, welche Themen relevant und für den Leser interessant sind bzw. sein könnten.

TIPP: Mit dem Keyword Planer lässt sich leicht überwachen, wie sich das Suchverhalten gestaltet und wie sich die Suchanfragen über das Jahr entwickeln. Auch können Sie analysieren welche Keywords in ihrem regionalen Umfeld gesucht wurden. Ihre Artikel können somit schon im Vorfeld seotechnisch mit einem Short oder auch Longtail Keyword optimiert werden.

 

2. Schritt: Zielgruppenbestimmung

Bevor es mit dem Verfassen der Artikel losgeht, sollte die Zielgruppe bestimmt werden, an die sich der Inhalt richten soll. Die Beiträge müssen sowohl inhaltlich als auch vom Stil zum Webauftritt ihres Unternehmens passen.

Die Zielgruppe bestimmt außerdem maßgeblich den Stil, in dem der Text verfasst wird. Dies umfasst neben der Ansprache auch die Art der Sprache, ob man diese etwa eher umgangssprachlich oder wissenschaftlich gestaltet. Ebenfalls wichtig  ist die Zielgruppe für die Arbeit des Social Media Teams. 

Die Frage über welche Kanäle die relevanten Leser erreichbar sind, sollte im Vorfeld geklärt werden. Denn es nutzen die besten Twitter-Tweets nichts, wenn diese nicht von den richtigen Menschen gelesen werden, weil sich diese eher bei XING aufhalten.

 

3. Schritt: Themenplanung

An diesem Punkt konkretisieren Sie den Redaktionskalender. Wie detailliert Sie den Workflow darstellen, bleibt Ihnen überlassen. Es bietet sich aber an, mehrere Meilensteine zu vereinbaren, wie etwa Punkte „Erster Entwurf“, „Rohfassung“, „Bereit zum Lektorieren“ und „Final“, ehe das endgültige Veröffentlichungsdatum ansteht.

Auch lassen sich hiermit Zuständigkeiten oder eine benötigte Zuarbeit dokumentieren, so dass Ihr Redaktionsteam immer auf dem aktuell Stand der Dinge ist und weiß, was zu tun ist. Planen Sie die Artikel zeitlich nicht zu knapp. Es erlaubt Ihnen auf unvorhersehbare Ereignisse, wie Krankheit oder die Verzögerung bei der Lieferung von Bilder/Grafiken, besser zu reagieren.

 

4. Schritt: Autorenverteilung

Im Zuge der Planung der Themen sollten diese auch den jeweiligen Autoren zugeteilt werden. Gehen Sie hierbei auf eigene Vorlieben, Interessen oder schon erworbene Vorkenntnisse ein.
Den meisten Schreibern fällt es leichter, Artikel zu Ihnen vertrauten Themenbereichen zu verfassen. Meist können Sie so persönliche Erfahrungen oder Informationen aus schon geschriebenen Beiträgen miteinfließen lassen. Der Artikel wird somit vielschichtiger. Auch eine Krankheitsvertretung sollte im Vorfeld festgelegt werden, um Problemen bei der nachträglichen Themenverteilung vorzubeugen.

 

5. Schritt: Redaktionsschluss

Für Ihre Redaktion gelten zwei wichtige Daten. Zum einen der Redaktionsschluss als auch das Veröffentlichungsdatum. Mit dem Redaktionsschluss geben Sie Ihrem Team eine Deadline, zu der Artikel final vorliegen müssen. Veröffentlicht muss zu diesem Zeitpunkt aber noch lange nicht.

Das Festlegen von unterschiedlichen Daten, die teilweise auch zeitlich weit voneinander getrennt sind, bietet eine bessere Planung der Redaktion. So können Artikel zu bestimmten Themen vorproduziert werden in Monaten, in denen Ihr Team nicht komplett ausgelastet ist. Im Umkehrschluss entlastet es aber auch die Mitarbeiter zu den Stoßzeiten.

 

6. Schritt: Veröffentlichungsdatum

Das Datum der Veröffentlichung ihres Beitrages sollte sich an den von Ihnen analysierten Suchverhalten als auch Ereignissen orientieren, um möglichst viel Aufmerksamkeit als auch Traffic zu generieren. Wichtig hierbei ist auch die Uhrzeit der Veröffentlichung. Sie erreichen Ihre Leser möglichweiser zu anderen Zeiten auf ihrem Blog als bei Twitter.

TIPP: Angaben zu den höchsten Zugriffzahlen oder Aufrufen ihrer Präsenzen lassen sich mit Hilfe von Google Analytics oder mit den firmeneigenen Tools von Facebook und Twitter leicht herausfinden. Zudem besteht die Möglichkeit, ihre Inhalte mehrmals über die sozialen Kanäle zu sharen. Ob dies am selben Tag zu einem anderen Zeitpunkt oder in der nächsten Woche geschehen soll, entscheiden Sie. Reagieren Sie hierbei auch auf aktuelle Entwicklungen.

 

Fazit

Im Allgemeinen gilt aber, dass jede Redaktion sich einen eigenen Redaktionskalender erstellen sollte, der sich individuell an die eigenen Bedürfnisse anpasst. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unserer Anleitung zur Erstellung eines Redaktionskalenders ein wenig helfen konnten.

 

 

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Christin Heidmann

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