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Was ist SEM?


Was ist SEM?
29 Okt 2015

SEM ist der Bereich des Online Marketings, der sich mit dar Darstellung von Unternehmen in Suchmaschinen wie Google beschäftigt. Hierzugehören die beiden Kanäle SEA und SEO.

 

Wofür steht die Abkürzung SEM?

SEM ist die gebräuchliche Abkürzung für Search Engine Marketing, zu Deutsch Suchmaschinenmarketing. Das Suchmaschinenmarketing umfasst die beiden Online-Marketing-Kanäle SEA (Search Engine Advertising) und SEO (Search Engine Optimization). Häufig wird SEM allerdings auch als Synonym zu SEA verwendet.

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Was ist der Unterschied zwischen SEA und SEO?

SEA wird auch als Suchmaschinenwerbung bezeichnet und meint die bezahlten Anzeigen, die rechts und oberhalb der organischen Suchergebnisse erscheinen. SEO, auch Suchmaschinenoptimierung genannt, umfasst alle Maßnahmen, die das Ranking in den organischen Suchergebnissen positiv beeinflussen.

 

SEA vs. SEO

Suchmaschinenwerbung – Suchmaschinenoptimierung

Pull Marketing

SEA ist eine sehr effektive Marketing-Maßnahme, wenn es darum geht, ein konkretes Bedürfnis zu befriedigen und dem User über die Anzeige ein konkretes Angebot zu unterbreiten.

 

Push & Pull Marketing

SEO kann in beiden Fällen unterstützen, indem Content für die unterschiedlichen Phasen der Kaufentscheidung in der Suchmaschine platziert wird.

Kurzfristig

SEA ist eine Maßnahme, die sehr kurzfristig umgesetzt werden kann.

 

Mittel- bis langfristig

SEO zeigt in der Regel erst nach einigen Monaten erste Erfolge und lohnt sich nur, wenn sie dauerhaft betrieben wird, d.h. als Strategie im Unternehmen verankert ist.

Transparente Kosten

Anhand definierter KPIs lassen sich die Kosten und die Erfolge eindeutig bemessen.

Intransparente Kosten

Der aus bestimmten Maßnahmen resultierende Impact ist nur schwer messbar.

Gezielt

Eine saubere Struktur und immer ausgefeiltere Targeting-Möglichkeiten erlauben es, eine Zielgruppe fast ohne Streuverluste anzusprechen.

 

Treffsicher

Auch im SEO lässt sich die anvisierte Zielgruppe durch gezielte Themenauswahl und individuelle Ansprache relativ treffsicher erreichen.

SEA oder SEO – welcher Kanal ist der Richtige?

Auch wenn das Suchmaschinenmarketing mit seinen beiden Disziplinen SEA und SEO grundsätzlich auf Sichtbarkeit in der Suchmaschine abzielt, gibt es doch Unterschiede bei der Zielsetzung. Wer auf die Suchmaschinenoptimierung setzt, ist auf Traffic aus, für den kein monatlich festgelegtes Werbebudget ausgegeben werden muss. SEA hingegen ermöglicht quasi von jetzt auf gleich zielgerichteten Traffic einzukaufen und Umsätze zu erzielen. Wird von einem Unternehmen jedoch eine ganzheitliche Online Marketing Strategie verfolgt, in der sowohl SEA als auch SEO abgebildet werden sollen, ergeben sich daraus Potentiale durch Synergie-Effekte:

 

1. Synergien nutzen

Sollte sich ein Unternehmen noch ganz am Anfang seiner Online-Aktivitäten befinden, empfehlen wir, mit SEO zu beginnen und einige Zeit später den SEA-Bereich auszubauen und parallel laufen zu lassen. Somit wird wertvoller SEA-Traffic auf eine gut optimierte Seite geleitet. In einigen Fällen, haben Unternehmen jedoch Erfahrungen im SEA-Bereich gesammelt ohne überhaupt eine SEO-Strategie zu haben. Mit diesen gewonnenen Erfahrungen bzw. Daten können sehr gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche SEO-Kampagne geschaffen werden. Es können über eine SEA-Kampagne z.B. gut konvertierende Keywords, erfolgreiche Anzeigentexte oder ertragreiche Zielgruppen identifiziert werden. Auf Basis dieser Daten kann eine langfristig sehr erfolgreiche SEO-Strategie entstehen. Es können anhand der Erkenntnisse aus dem SEA relevante Unterseiten, zielgruppenspezifische Inhalte oder intuitive Verlinkungen (Auswertung von Buchungspfaden) erstellt werden.

 

2. SEO-Optimierung kann Einfluss auf den CPC haben

Brand-Keywords haben aufgrund ihrer meist hohen Anzeigen- und Zielseitenrelevanz sehr niedrige Klickpreise. Dieser Effekt lässt sich auch auf andere Keywords übertragen. Rankt eine Unterseite zu einem bestimmten Keyword gut, erfüllt sie in der Regel auch die Voraussetzung für einen guten Qualitätsfaktor, d.h. die Klickpreise sind geringer.

 

3. Transfer von Inhalten

Bewährte Inhalte auf der Website sollten auf den SEA-Bereich übertragen werden. Das hat Auswirkungen auf das Branding und dient der Steigerung der Bekanntheit eines Unternehmens. Es lohnt sich also darüber nachzudenken, welche relevanten Inhalte über bezahlte Anzeigen abgebildet werden können, um einen zusätzlichen Branding-Effekt zu erzeugen.

 

4. SEO-Umsatzverluste durch SEA kompensieren

Der organische Umsatz sollte immer gut im Auge behalten werden. Sollte es nämlich einmal zu Positionsverlusten im organischen Bereich kommen, können diese Verluste kurzfristig durch SEA aufgefangen werden.

 

Fazit

Grundsätzlich ist die Zielsetzung eines Unternehmens dafür entscheidend, ob beide oder nur ein Kanal genutzt werden. Sollte ein Unternehmen jedoch das Ziel einer ganzheitlichen Online-Marketing-Strategie verfolgen, sollten beide Disziplinen des Suchmaschinenmarketings ein Teil davon sein und die daraus entstehenden Synergien umfangreich genutzt werden.

 

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Vanessa Kühne
Vanessa Kühne

Senior Digital Marketing Manager