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ReCap: PPC Masters 2016


ReCap: PPC Masters 2016
12 Feb 2016

Die PPC Masters 2016 – die Konferenz für alle, die mit Klicks handeln fand gestern (11. Februar 2016) in Berlin statt. Zum dritten Mal in Folge wurde die Veranstaltung von PerformicsAKM3 organisiert und André Alpar begrüßte die knapp 350 Teilnehmer. Diesmal in der Spreegalerie am Alexanderplatz. Das Programm war vielseitig und versprach interessante Vorträge, die zumindest Tipps und Anregungen für SEA Spezialisten liefern sollten. Auch wir wollten uns diese Veranstaltung nicht entgehen lassen und fanden uns in der anfangs etwas kalten Spreegalerie ein. Nach einer kleinen Stärkung am Büffet und einem obligatorischen Selfie ging es auch schon los.

Das Programm teilte sich in einen deutsch- und einen englischsprachigen Track, die parallel liefen und den Besucher stets vor die Wahl stellte.

Im Erdgeschoss machte Rod Richmond  von cleandigital den Anfang mit dem Thema: „Query power: Breaking down search queries to improve our keywords“.

Suchanfragen gehören für jeden SEA-Manager zur Account Optimierung dazu, werden jedoch häufig hinten an gestellt. Insbesondere da es bei großem Datenvolumen und ohne Konzept sehr mühsam werden kann. Rod Richmond zerlegt seine Suchanfragenberichte deswegen in Strings und Werte und wählt jeden String nach KPIs aus. Danach kann er Bestandteile der Suchanfrage entsprechend ausschließen oder Gebote für Keywords mit gut performenden Wörtern erhöhen. 

Im deutschsprachigen Track hielten Jennifer Bölitz und Marc Rüsing den Vortrag: „Google AdWords Strategien für die häufigsten Challenges“.

Marc Rüsing stieg mit einem Blick auf KPIs ein und stellte Umsatz, ROAS, Kosten, Conversions uns CPA heraus. Auch der Umgang bzw. die Bewertung von generischen Keywords wurde thematisiert, da sie starken Einfluss auf die Performance der Brand Keywords haben und in der „Last Klick“-Betrachtung meist schlecht abschneiden.

 

Im letzten Vortrag vor der Mittagspause beschäftigte sich Florian Marlin mit dem Thema „Launch and advanced optimization of Google Shopping campaigns“. Er empfahl jede Shopping Kampagne nach Kategorien anzulegen und im Anschluss zu duplizieren, um sie anschließend mit Priorisierung nach ID und beispielsweise Custom Label auszusteuern. Auf diese Weise lässt sich das Produktportfolio je nach Verfügbarkeit, Rabatt-Aktion und entsprechenden Geboten priorisieren. Da im Produktfeed das Titelfeld den größten Ausschlag gibt, sollten diese mit Suchbegriffen und Synonymen angereichert werden.

Nachdem Florian Marlin einige Hinweise zur Auswertung und Anzeigenerweiterungen gegeben hatte, waren fürs erste alle Fragen beantwortet und es zog die meisten Teilnehmer Richtung Catering. In der Lounge wurden Suppen, Salate und leckeres Thai Curry serviert, während im Innenhof die Schlange an der berlintypischen Currywurst Bude immer länger wurde.

 

Nach der Pause ging es pünktlich weiter. Matthias Fuchs, Head of SEA bei Zalando, zeigte am Beispiel der Zalando App, welche Möglichkeiten und Herausforderungen es im Bereich des App Downloads und Engagement Ads gibt. Insbesondere im App Engagement steckt noch viel Entwicklungspotenzial. Was die Downloads betrifft, konnten am Beispiel Zalando allerdings schon sehr gute Ergebnisse erzielt werden. In Zukunft wird das Thema App für SEA sicherlich eine wichtigere Rolle spielen.

Es folgte Kerstin Müllejans von Lunapark mit dem Thema „Kampagnen besser bewerten und steuern mit Google Analytics und Tag Manager“. Sie plädierte für Smart Data anstatt Big Data. Sie stellte die Frage nach den restlichen 97% der User, anstatt sich auf einer Conversionrate von 3% auszuruhen. Anhand von Google Analytics zeigte sie, wie durch angelegte Zielvorhaben und Ereignisse im Tag Manager weitere Auswertungen durchgeführt werden können und dies auch kanalübergreifend mit den 97% der User, welche bisher (noch) nicht aktiv wurden.

Kerstin_Muellejans

Nach einer kurzen Kaffeepause ging es auch schon direkt weiter mit Andreas Duscha (Head of Online-Marketing der CEWE Stiftung & Co. KGaA). Er stellte in seinem zu gleichermaßen unterhaltsamen und informativen Vortrag  „Erfolgreichen Markenaufbau im Netz- Etablierung einer neuen Marke in der Suchmaschine Google“ vor, wie das traditionsreiche Unternehmen Cewe die Marke cewe-print etablierte. Dabei stellte Duscha heraus, wie die Markenziele mit den AdWords Kampagnen transportiert wurden, wie die neue Marke mit der Aussteuerung und den konkurrierenden Anbietern umgeht.

Andreas_Duscha

 

Im Anschluss sprach Mustafa Filiz (Head of SEA bei Douglas) über den Aufbau eines Team bei Douglas, um die bestehenden AdWords Konto von der Agentur zu einer Inhouse Lösung zu übertragen. Die entscheidende Frage, ob es prinzipiell besser ist SEA Inhouse aufzusetzen oder eine Agentur damit zu beauftragen, konnte nicht allgemeingültig beantwortet werden. Der Uplift den Douglas durch den Umzug erzielt hat, wurde hauptsächlich mit Hilfe von internen Informationen und Aktionen geschafft, die vorher nicht zugänglich waren. Kostenseitig verspricht eine Inhouse Lösung in den meisten Fällen keinen auschlaggebenden Vorteil gegenüber einer Agentur.

 

Martin_Loss

Den Abschluss der PPC Masters bildete der Vortrag von Martin Loss von Google mit dem Titel „Understanding and attributing the full value of mobile“.

Gleichzeitig stellten im unteren Floor Steen Rasmussen und Mads Bogh aus Dänemark in ihrem Vortrag „Really intelligent remarketing“ einige Remarketing Strategien vor und lieferten Denkanstöße für Kanal -und Plattform übergreifende Ideen.

 

 

Fazit:

Insgesamt waren die PPC Masters in diesem Jahr eine gut gelungene Veranstaltung. Die Vorträge lieferten teils interessante und neue Sichtweisen, die in den Arbeitsalltag mit aufgenommen werden können. Zum anderen wurde man in seine persönlichen Ansätzen und Strategien in vielen Bereichen bestätigt und konnte sich zu bestimmten Fragen auch  im Anschluss austauschen. Die Veranstaltung kann auf jeden Fall weiterempfohlen werden, wir freuen uns auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

 

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David Kuder
David Kuder

Digital Marketing Manager