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ReCap All Facebook Marketing Conference


ReCap All Facebook Marketing Conference
18 Okt 2018

Am 08. Oktober 2018 fand die All Facebook Marketing Conference in Berlin statt. Auf fünf Bühnen gleichzeitig konnten die Besucher neue Insights und Tipps rund um das Thema Facebook Advertising gewinnen. Diverse Agenturen, Unternehmen und auch Social Media Marketing Tools waren vertreten und konnten sich untereinander während der Networking Pausen austauschen, daher durfte The Reach Group natürlich nicht fehlen.

Produktumsätze steigern auf Facebook

Es ist immer die gleiche Frage: Wie finde ich die richtige Zielgruppe und kann mithilfe dieser meine Produktumsätze über Facebook steigern?

Die Antwort hierauf lautet tatsächlich: testen, testen, testen.

In seinem Vortrag über die Findung der perfekten Facebook Zielgruppe gibt es, laut Marc Grönnebaum, nicht die eine optimale Lösung – wer hätte das gedacht. Wenn man sich aber auf Tipps von Experten stützt, hilft eine Analyse des Sales Funnel zunächst einmal. Dabei beginnt man mit dem „big picture“ und arbeitet sich langsam den Funnel entlang, bis man eine relativ spitze Zielgruppe für sich gefunden hat. Hierfür wendet man das Prinzip der Buyer Persona an. Man entwickelt in einer kreativen Runde Stereotypen, die für die eigene Zielgruppe repräsentativ sind. Im Werbeanzeigenmanager kann man sich nun die Zielgruppen-Insights der Buyer Persona anschauen. Welche Merkmale kann ich targetieren? Welche „Gefällt-mir-Angaben“ haben diese Personen noch getätigt? Welche Interessen überschneiden sich noch? Dann probiert man erstmal aus.

Wenn man eine gut funktionierende Zielgruppe aus seinen Tests ermittelt hat, dann bietet es sich an sogenannte Lookalikes, also statistische Zwillinge zu bilden. Diese sollten am besten auf Basis von Interaktionen erstellt werden, da seit der Einführung der DSGVO Vorsicht mit dem Upload von Kundendaten geboten ist. Um das volle Potential von Facebook ausnutzen zu können, wird empfohlen alle Pixel-Events, bzw. so viele wie möglich zu verbauen. Dadurch kann man ausführliche Reports erstellen, Retargeting-Zielgruppen aufsetzen und User ansprechen, die bereits ein gewisses Interesse am Produkt gezeigt haben.

Creative, Gebotsstrategie und Zielgruppe

Jetzt habe ich meine Zielgruppe, und nun fehlen nur noch die Verkäufe. Für die Produktumsatzsteigerung sind drei Faktoren essentiell, wie Michael Plank erklärte: das richtige Creative, die Gebotsstrategie in Kombination mit meiner Zielgruppe, und die KPIs.

Nicht nur bei der Zielgruppe muss man verschiedene gegeneinander testen, sondern auch bei den Creatives. Man muss dem User unterschiedliche Touch Points und Inhalte bieten, auf die er reagieren kann. Sobald ein Produkt sich erfolgreich verkaufen lässt, sollte man sich auf dieses fokussieren und mehrere Werbemittel produzieren. Auch die richtige Gebotsstrategie spielt eine wichtige Rolle. Allgemein wird empfohlen einen Mix aus manuellem und automatischem Gebot auszuprobieren. Zu Beginn startet man mit einem automatischen Gebot, um den Facebook Algorithmus lernen zu lassen. Später setzt man dann auf ein manuelles Gebot, um besser die Kontrolle über das ausgegebene Budget zu haben und hier und da zu steuern. Zu guter Letzt ist es wichtig seine KPIs im Auge zu behalten. Nur so findet man die richtigen Gründe für einen Abfall oder Uplift in den Zahlen.

Dies ist nur eine grobe Anleitung, wie sich strategisch mehr Produkte über Facebook verkaufen lassen. Natürlich ist jedes Produkt weiterhin individuell zu behandeln und wie zu Beginn schon gesagt: man muss ausprobieren und testen, nur so findet man seine richtige Zielgruppe, die die Verkaufszahlen steigen lässt.

Erfolgreiche Facebook Gruppen bauen

Auch für das Thema Community-Management war ein super informativer Vortrag von Miriam Wiederer dabei, in dem es darum ging wie man erfolgreiche Facebook Gruppen aufbaut und weshalb Communities Sinn machen.

Die meisten verbinden Communities und Facebook Gruppen mit negativen Dingen, wie dem Zeitaufwand, der ständigen Erreichbarkeit und zudem kann man das Ganze nicht einmal monetarisieren. Falsch gedacht! Wenn man die Community richtig und mit Leidenschaft aufbaut, kann sie sogar unterstützen und bis zu einem gewissen Grad Arbeit abnehmen. Doch was bedeutet jetzt die „richtige Community“ aufbauen? Miriam konnte mit einigen Tipps hier weiterhelfen. Zunächst sollte man nicht beliebig und irgendeine Gruppe sein, sondern sich mit seiner Leidenschaft befassen und der Community ein Gesicht geben. Heißt, man sollte tatsächlich persönlich interagieren und sich nicht hinter einem Pseudonym verstecken.

Die Größe der Community ist dabei völlig egal, solange es User gibt, denen du helfen kannst und die deine Leidenschaft teilen. Es geht vielmehr um die Aktivität und das Engagement innerhalb der Community. Um auch die richtigen User zu erreichen, ist ein deutlicher Gruppenname essentiell. Eine Facebook Gruppe dient dem Zweck Usern in einer gewissen Angelegenheit zu helfen und sich auszutauschen. Daher sollte man darauf achten, dass die Gruppe geschlossen ist und nicht jeder zugelassen wird. Je nach Thema tauschen die User sich über intime Dinge aus und wollen nicht, dass jeder x-beliebige mitlesen kann.

Eine erfolgreiche Facebook Gruppe

Wenn das Thema der Gruppe deine Leidenschaft ist, solltest du selbst dein aktivstes Mitglied sein und genauso offen sein, wie du es von deinen Usern auch erwartest. An dieser Stelle muss man betonen, dass es keine Schande ist sich Hilfe zu holen, wenn es um das Community Management geht. Zum Beispiel ernennt man Moderatoren, die darauf achten, dass Gruppenregeln definiert und eingehalten werden und Konsequenzen bei Verstößen ziehen. Nur so fühlen sich die User weiterhin sicher und wohl.

Um deine Community am Laufen zu halten, muss man sie aktivieren und stetig neue Themen und Inhalten liefern. Dabei muss man sich selbst nicht immer etwas ausdenken – lass die Community bestimmen worüber sie sprechen wollen. Bring ein Thema ins Rollen und der Rest erledigt sich von selbst. Natürlich muss man den Verlauf im Blick behalten, sodass keine negativen Äußerungen entstehen. Zuletzt kann man eine Facebook Gruppe auch zur Monetarisierung nutzen – zumindest indirekt. Es bietet sich an, Produkte innerhalb der Community zu bewerben oder zu empfehlen, denn so lassen sich Streuverluste verhindern. Zusätzlich erhält man starkes Feedback zu den Produkten und kann so indirekt gewisse Aussagen über die Zielgruppe treffen.

Facebook Gruppen sind monetarisierbar

Man kann also festhalten, dass Facebook Gruppen den Zeitaufwand wert sind, wenn man hier seine Leidenschaft vertritt und diese mit anderen teilen möchte. Man kommt den Usern so nah wie nie zuvor und baut echte Beziehungen auf. Letztendlich sind Facebook Gruppen zwar monetarisierbar, aber bringen keinen großen Umsatz. Denn die Qualität und das Engagement sollten im Vordergrund stehen und dem Zweck der Community dienen.

Fazit

Alles in allem war es eine sehr gelungene und gut organisierte Veranstaltung, die spannende Insights gebracht hat. Einige davon waren sehr hilfreich mit Hinblick auf die Optimierung der Social Advertising Kampagnen, andere wurden durch Wiederholung nur noch einmal gefestigt. Wir sind auch gerne bei der nächsten All Facebook Marketing Conference wieder dabei.

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Natalie Ines Oreja

Digital Marketing Manager