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Pin it! Erfolgreiches Content Marketing für Pinterest


Pin it! Erfolgreiches Content Marketing für Pinterest
28 Feb 2013

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Ich gebe zu, Pinterest hat auch mich schnell überzeugt. Dachte ich in der ersten Minute noch: „Wozu soll es gut sein, virtuelle Pinnwände zu erstellen?“, zog mich genau das ein paar Minuten später schon in den Bann. Seitdem sammele ich Fotos von Möbeln, Rezepten, Kleidern und anderen schönen oder interessanten Dingen auf thematisch sortierten Pinboards.

Pinterest boomt

Pinterest liegt momentan auf Platz 3 der großen Social-Media-Kanäle. Im vergangenen Jahr sind die Besucherzahlen laut ComScore (im Zeitraum von Mai 2011 bis Januar 2012) von einer Million auf zwölf Millionen User hochgeschnellt. Auch die Verweildauer der User hat sich mehr als verdoppelt: Lag sie anfangs noch bei durchschnittlich unter 20 Minuten, hat sich das im Laufe der Zeit auf über 80 Minuten entwickelt. Allein diese Zahlen sagen eine Menge über das Potenzial von Pinterest aus.

Welche Macht Bilder haben, ist mittlerweile auch Marketern klar geworden. Momentan sind es insbesondere Marken und Unternehmen aus den USA und Großbritannien, die erkannt haben, wie man die Fotocommunity für Content Marketing sinnvoll nutzen kann. Mit einem einfachen Hochladen von Produktfotos ist es nicht getan. Wer erfolgreich sein will, kann nicht nur sein eigenes Produkt vermarkten; er muss vielmehr aus der Masse herausstechen, dem User einen Mehrwert bieten, ihn mit Kreativität, Originalität, Charme und Witz überzeugen – und das mit einem Bild!

Whole Foods Market hat das Potenzial von Pinterest längst erkannt. Auf über 30 verschiedenen Pinnwänden werden z. B. Rezepte, Weine und Do-it-Yourself-Ideen in ansprechender Optik gezeigt. Die Bio-Supermarktkette aus den USA hat mittlerweile mehr als 40 000 Follower auf Pinterest.

Source: myinvisiblecrown.com via Whole Foods on Pinterest

 

Aber auch deutsche Firmen sind inzwischen darum bemüht, über ansprechende Profile und interessante Boards, Pinterest-User von sich zu überzeugen und als Kunden zu gewinnen.

Die deutsche Bücher-Community Lovelybooks.de z. B. nutzt Pinterest bereits erfolgreich für sich. Deren Strategie ist konkretes Gender-Marketing, denn Pinterest wird hauptsächlich von Frauen genutzt. Die Boards strahlen Authentizität aus und bieten einen Mehrwert. Regelmäßig werden z. B. die Lieblingsbücher des Teams vorgestellt. Zudem gibt es Bilder von beeindruckenden Bücherregalen und Livestreams von Lesungen zu sehen. Das Ergebnis: 441 Follower bisher.

Source: lovelybooks.de via Lovely on Pinterest

 

Der Hörbuchverlag Audible.de setzt ebenfalls auf Authentizität. Das Team stellt seine Lieblingshörbücher auf einem der bisher acht Boards vor und informiert über Neuerscheinungen. Außerdem werden die User zur Interaktion aufgefordert und können ihre Lieblingshörbücher pinnen. Backgroundinfos zu den Menschen hinter den Hörbüchern werden ebenfalls vorgestellt. Ergebnis: bisher 496 Follower.

Für das Hotelportal HRS ist Pinterest das optimale Werkzeug, um einen tatsächlichen Buchungsanreiz zu schaffen. Bilder vom Traumstrand oder von spektakulären Natureindrücken erzeugen beim Betrachter schnell Fernweh. Eine Reise ist nicht einfach ein Produkt, sondern vielmehr ein immaterieller und emotionaler Wert. Dieser lässt sich über Bilder wunderbar transportieren. Auch die Zielgruppe von Pinterest kommt dem Hotelportal entgegen: weiblich, kaufkräftig und älter als 25 Jahre – eben diese Zielgruppe gilt laut Ulf Valentin, Teamleader Social Media Marketing bei HRS, als Reiseentscheider in den meisten Haushalten. Ergebnis: bisher 368 Follower.

Source: hrs.de via HRS – Das Hotelportal on Pinterest

 

Im Vergleich zu den Followerzahlen einiger amerikanischer Unternehmen, schlummert in Deutschland noch großes Potenzial.

 

Für welche Art von Unternehmen ist Pinterest überhaupt interessant?

Das Produkt sollte über ein Bild transportierbar sein. Pinterest kann als eine Art Schaufenster verstanden werden. Ganz vorn dabei sind momentan Unternehmen aus den Bereichen Mode, Design, Wohnen, Lebensmittel und Reisen/Tourismus. Über Pinterest werden die Marke gestärkt und im besten Fall neue Kunden generiert, da sie über Pinterest direkt auf die Firmenhomepage gelangen können. Selbst Unternehmen, die nicht direkt in die oben genannten Kategorien passen, können mit Pinterest erfolgreich sein, denn auch das Image des Unternehmens oder der Marke zu stärken, ist eines der großen Ziele von Content Marketing.

 

Ist Pinterest für mein Unternehmen interessant?

Um dies herauszufinden, sollte man sich folgende wichtige Frage stellen:

Erreiche ich meine Zielgruppe?

Laut dem Forbes Magazine ist der durschnittliche US-amerikanische User weiblich, zwischen 25 und 45 Jahren alt, verfügt über einen Collegeabschluss sowie ein Jahres-Haushaltseinkommen von $25-75K und lebt im Mittleren Westen des Landes. Diese Punkte lassen sich grundsätzlich auch auf das deutsche Publikum übertragen.
Ist meine Zielgruppe also eher männlich oder weiblich und jünger, sollte man seinen Fokus auf passendere Social-Media-Kanäle legen; grundsätzlich ausschließen muss man Pinterest deshalb trotzdem nicht. Mit viel Kreativität, Witz und Charme kann man bei Pinterest eine Menge erreichen! Selbst die Social-Web-News-Plattform, die sich mit Themen aus dem Bereich Web 2.0 und sozialen Medien beschäftigt, besitzt einen Account bei Pinterest. Es werden neue Gadgets vorgestellt oder Boards mit Infografiken gefüllt. Unter anderem gibt es ein Board mit dem Thema „Nerdy Desserts“ und eines mit dem Titel „Pets gone digital“. Ergebnis: 142 869 Follower!
Sind meine derzeitigen Kunden auf Pinterest? Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte nachfragen. Die Chance, dass sich demnach auch andere potenzielle Kunden dort aufhalten, ist gar nicht mal so klein.

 

Ich will Pinterest für Content Marketing nutzen! Aber wie?

Über den Tellerrand …

Man sollte über sein Produkt hinaus denken. Pinboards können zum Beispiel den Lebensstil, den das Produkt oder die Marke ausdrückt, unterstreichen.
Sie können zu verwandten Themen erstellt werden – geht es um Lebensmittel, kann man sich in seinen Boards z. B. auch mit Küchenutensilien, Rezepten oder Tischdekorationen beschäftigen.

Zum Mitmachen auffordern

Wie bei anderen Social-Media-Kanälen ist der Aufruf zum Mitmachen nur förderlich. Lade Pinterest-User ein, ihre Meinung durch Bilder kundzutun. Auch Contests sind eine gute Möglichkeit, um User auf sich aufmerksam zu machen. Wer das schönste Bild zum Thema pint, gewinnt etwas.

Die Konkurrenz einbeziehen

Schöne Bilder von den eigenen Produkten können Aufmerksamkeit erzeugen, aber auch die anderen haben etwas zu bieten – nutze die Macht der Bilder, selbst wenn sie von der Konkurrenz stammen.

Authentizität

Was mag ich? Follower finden es spannend, etwas über mich oder meine Mitarbeiter zu erfahren und persönliche Empfehlungen zu erhalten. Bilder von der Produktion, den Menschen hinter dem Unternehmen oder aus dem Büro, erwecken Vertrauen beim Pinterest-User.

Influencern folgen – selbst einflussreich werden

Wie schon bei Facebook und Twitter ist es sinnvoll, denen Aufmerksamkeit zu schenken, die in der eigenen Branche bereits erfolgreich sind. Die Chance von ihnen zu lernen oder selbst zum Objekt der Aufmerksamkeit zu werden, ist hoch. Wer sich nicht nur mit sich selbst, sondern explizit mit seiner Branche auf Pinterest beschäftigt, hat das Potenzial, selbst bald zu den „Influencern“ zu gehören.

Ausprobieren und dranbleiben heißt die Devise!

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Ulrike Takacsy

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