Newsletter

Interne Verlinkung


Interne Verlinkung
14 Dez 2017

Was sind interne Links?

Generell ist ein Link eine Verbindung oder ein Verweis von einer Seite zu einer anderen Seite.
Also von Domain A zu Domain B. In diesem Fall spricht man von einem externen Link.
Wenn aber innerhalb der gleichen Domain verlinkt wird, also von Domain A zu Domain A, ist die Rede von einem internen Link.

Für das Internet bzw. für die einfache Nutzung des Internets sind Links extrem wichtig. Wir nutzen Links jeden Tag, ohne uns wirklich darüber bewusst zu sein.
Gäbe es keine Links würden die einzelnen Seiten völlig isoliert dastehen. Wir müssten also jedes Mal die korrekte URL einer Seite eingeben, um diese zu besuchen.
Erst die Möglichkeit der Verlinkung macht die Nutzung des Internets für den User komfortabel.

Wer sich noch an seine Studienzeit zurückerinnert wird das noch kennen. In den Hausarbeiten wurde auf Quellen verwiesen. Die Dozenten mussten also in der angegebenen Literatur nachschlagen, um die Inhalte zu prüfen.
Heute klicken wir auf einen Link und können so direkt zur angegebenen Quelle gelangen.

 

Wie helfen interne Links im SEO?

Zum einen machen interne Links die Navigation auf einer Domain erst möglich und sorgen somit für eine angenehme Usability, sofern die Navigation gut durchdacht ist.
Zum anderen stellt die interne Verlinkung ein starkes Instrument für die Suchmaschinenoptimierung dar. Durch interne Links kann die Linkkraft, die durch externe Links auf die Domain gelangt, gezielt auf die wichtigsten Seiten verteilt werden.

Neben der Linkkraftverteilung geht es aber auch darum dem User ein angenehmes Surfen auf der eigenen Webseite zu ermöglichen.
Den User auf die eigene Webseite zu bekommen ist schwer. Dafür zu sorgen, dass er drauf bleibt, ist es aber mindestens genauso.
Die interne Verlinkung kann für den User eine Hilfe sein sich auf der Webseite zurechtzufinden und an die Informationen zu gelangen, die der Besucher haben möchte. Daher sollte immer daran gedacht werden relevante weiterführende Informationen im Text zu verlinken, sodass der Nutzer nicht erneut die Google Suche bemühen muss und somit die eigene Domain verlässt.
Neben der Nutzerfreundlichkeit ist die interne Verlinkung auch bei den Suchmaschinen gern gesehen.
Suchmaschinen versuchen Webseiten durch ihre Algorithmen zu bewerten. Eine Seite mit einer durchdachten und gut strukturierten internen Verlinkung bietet eine gute Usability, wird von den Suchmaschinen besser bewertet und dementsprechend auch besser platziert.

 

Gezielte Linkkraftverteilung

Um zu verstehen weshalb eine relevante Seite durch interne Links gezielt mit der externen Linkkraft gestärkt werden kann, muss man wissen, dass die Suchmaschinen Links wie eine Empfehlung ansehen.
Je mehr Empfehlungen (Links) eine Seite bekommt, desto wichtiger und vertrauensvoller muss sie sein. Das gilt für externe sowie interne Links.

Die interne Verlinkung gibt dem Webseitenbetreiber somit die Chance der Suchmaschine zu zeigen, welche Seiten innerhalb der Domain wichtig sind.
Nicht nur, dass interne Links die Linkkraft auf die relevanten Seiten lenken können. Bei internen Links kann zusätzlich mit den Linktexten der Keywordfokus gezielt gesteuert werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der bei der internen Verlinkung beachtet werden sollte, ist die sogenannte Klicktiefe.
Umso näher das Dokument, in dem der Link enthalten ist, an der Startseite liegt, desto mehr Linkkraft geht von dem Link aus. Das klassischste und auch anschaulichste Beispiel dafür ist wohl die Sektglaspyramide.

Sektglaspyramide
Abb. 1: Sektglaspyramide – © jj_voodoo / iStockPhoto

Die Sektgläser stellen dabei die einzelnen Seiten der Homepage dar, wobei das oberste Glas die Startseite symbolisiert und der Sekt die Linkkraft. Wenn nun der Sekt in das oberste Glas fließt, ist dieses als erstes voll und verteilt den Sekt auf die darunter stehenden Gläser (oder Seiten der Homepage).
Umso weiter unten ein Glas steht, desto weniger Sekt bekommt es ab. Dementsprechend ist die Linkkraft der Seiten, die von der Klicktiefe weiter unten liegen, nicht so stark wie die Linkkraft der Seiten, die näher an der Startseite liegen.

Exkurs:
Bei der externen Verlinkung wird gern von harten Linktexten abgesehen, da harte Linktexte in der Vergangenheit für den manipulativen Linkaufbau missbraucht wurden und Google dieser Manipulation mit dem Penguin Update entgegenwirkte. Der Einsatz von zu vielen harten Linktexten kann sich daher negativ auf das Ranking der eigenen Webseite auswirken.

Der Einsatz von harten Linktexten bei der internen Verlinkung birgt dagegen keine Gefahr. Im Gegenteil. Der User und auch die Suchmaschine können so schon erahnen, was sie erwartet, wenn sie dem Link folgen. Das wiederum unterstützt die Nutzerfreundlichkeit. Außerdem stärkt es das Ranking des verwendeten Keywords, da der Suchmaschine ein klares Signal gegeben wird, dass dieses Keyword für den Inhalt der verlinkten Seite relevant ist.

 

Attribute für Text- und Bildlinks

Nicht nur die Linktexte signalisieren der Suchmaschine, dass ein gewisses Keyword wichtig für den Inhalt einer Seite ist.
Auch das Title-Tag-Attribut bei Textlinks und das Alt-Tag-Attribut bei Bildlinks.
Das <title>-Attribut bei Textlinks wird in der Regel durch die Mouse-Over-Funktion sichtbar und gibt sowohl dem User als auch der Suchmaschine klar das Signal worum es auf der verlinkten Seite geht. Es unterstützt dabei auch die Gewichtung des relevanten Keywords zur verlinkten Seite.

Title Tag Attribut - Beispiel
Abb. 2: Screenshot von Spiegel Online – Darstellung des <title>-Attributs

Die korrekte Einbindung des Tags in das HTML-Dokument sieht wie folgt aus:
<a href="Linkziel" title="Teures Bahnprojekt: Woche der Wahrheit für Stuttgart 21">Linktext</a>

Da die Suchmaschinen, anders als der echte Nutzer, Probleme haben die Inhalte von Bildern zu deuten gibt es das <alt>-Attribut. Mit diesem kann angegeben werden, was auf dem Bild zu sehen ist. Genau wie das <title>-Attribut unterstützt es die Gewichtung für das relevante Keyword zu dem gezeigten Bild.


Abb. 3: Screenshot von stern.de – Darstellung des <alt>-Attributs

Die korrekte Einbindung des Tags in das HTML-Dokument sieht wie folgt aus:
<a title="Post-Ärger: „Die Letzten in der Nahrungskette“: Was stern-Leser über ihre Paketboten sagen" href=“Linkziel“><img src="Pfad der Bildquelle" alt="Paketboten sind kurz vor Weihnachten im Dauereinsatz"/></a>

 

Die richtige Wahl relevanter Linkziele

Auch wenn bei der internen Verlinkung keine Abstrafung zu befürchten ist, sollte bei der Wahl des Linkziels eines internen Links immer der Nutzer im Vordergrund stehen.
Befindet sich der User in einem Onlineshop für Campingausrüstung und –Zubehör auf einer Seite, die ein Zelt vom Hersteller A anbietet, könnte den User auch ein Zelt vom Hersteller B interessieren. Es macht also Sinn auch weitere Zelte aus dem Sortiment zu verlinken bzw. die Übersichtsseite aller angebotenen Zelte zu verlinken.
Ein Link zur Übersicht von Taschenlampen würde in diesem Zusammenhang wenig Sinn ergeben.

 

Gewichtung bei mehrfacher Verwendung eines Linkziels

Obwohl Suchmaschinen beim Crawling einer Seite jeden gesetzten Link erfassen, wird die Linkkraft nur an den ersten Link verteilt, wenn das gleiche Linkziel mehrmals auf dieser Seite verwendet wird. Das gleiche gilt für den Linktext. Es wird nur der erste Linktext gewertet, sofern ein Linkziel mehrfach auf einer Seite verlinkt ist.

Der Test von Malte Landwehr bezüglich der Gewichtung von Bild- und Textlinks ist in diesem Zusammenhang sehr spannend. Damit zeigt er auf, dass bei der Verwendung von Bild- und Textlinks mit dem gleichen Linkziel die Linkkraft dem Textlink zugeteilt wird, auch wenn der der Bildlink chronologisch zuerst gesetzt wurde.

Mindestens genauso spannend ist es, dass kein Link gewertet wird, wenn der erste Link in einem Dokument das NoFollow Attribut und der zweite Link mit dem gleichen Linkziel das DoFollow Attribut hat.


Abb. 4: Erklärung der Gewichtung von Linktexten | Quelle der Grafik: www.nxplorer.net ©Malte Landwehr

 

Weniger ist nicht gleich mehr

Diese Informationen sollten nicht dazu auffordern mit den internen Links zu spamen.
Es ist legitim viele interne Links auf einer Seite zu setzen. Eine Abstrafung durch Google muss dadurch nicht befürchtet werden.
ABER: Der Einsatz von zu vielen Links (intern, sowie extern) kann den User verwirren und dafür sorgen, dass er den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Im schlimmsten Fall verlässt er die Webseite.

Bei der Verwendung mehrerer Links (intern wie extern) innerhalb eines Dokuments, wird die Linkkraft auf die Anzahl der Links verteilt. Je mehr Links also im Dokument enthalten sind, desto weniger Linkkraft bekommt jede verlinkte Seite.

In Kombination mit der Tatsache, dass nur der erste Linktext (bei mehrfacher Verwendung eines Linkziels) gewertet wird, ist es sinnvoll von den gewünschten Linkzielen, jedes nur einmal innerhalb des Dokuments zu verlinken.

 

Zusammengefasst

Die interne Verlinkung ist ein wichtiges und starkes Instrument für die Suchmaschinenoptimierung. Viele Webseitenbetreiber gehen aber eher stiefmütterlich mit dieser Thematik um und schenken ihr kaum Beachtung.
Gerade bei großen Seiten und Onlineshops kann die interne Verlinkung dabei helfen die relevantesten Seiten zu stärken und sie zu wichtigen Keywords präsenter in den SERPs zu platzieren.

Möchten Sie mehr und konkreter über die interne Verlinkung informiert werden? Haben Sie generell Bedarf an der Unterstützung bei der Suchmaschinenoptimierung? Wir helfen Ihnen gern. Wenden Sie sich an unser erfahrenes SEO-Team!

Share

Nico Pawlitschko
Nico Pawlitschko

Junior SEO Consultant

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.