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Campixx:Week 2015 – Recap Communication Day


Campixx:Week 2015 – Recap Communication Day
12 Mrz 2015

Auch heute berichten wir wieder von der Campixx:Week 2015. Der vierte Thementag der Konferenz-Serie für mehr Erfolg im Online- und Offline-Vertrieb steht ganz unter dem Motto der Kommunikation. Insights von einigen Tracks, die wir besucht haben, folgen nun:

Generation Y – Moderne Ansprüche an die Arbeitswelt

Dr. Steffi Burkhard hielt einen Vortrag über die Generationskonflikte der Generation Y und den Babyboomern. Die Zukunft für Unternehmen besteht darin, sich auf der Erwartungshaltung der kommenden Generation einzustellen und anzupassen. Was bedeutet es eigentlich Potenziale in Menschen zu entwickeln? Unterschiedliche Sichtweisen prallen wegen des Generationskonfliktes aufeinander, was unweigerlich zu Außeinandersetzungen am Arbeitsplatz führt, insofern man nicht rechtzeitig einlenkt. Die Vorurteile der Generation Y sind laut traditionellen Unternehmen beispielsweise Respektlosigkeit. Junge Leute hingegen haben überhöhte Ansprüche, doch diese sind prinzipiell „softe“ Forderungen nach einem guten:

  • Arbeitsklima
  • Flexiblen Arbeitszeit
  • Karrieremöglichkeiten
  • Work-Life-Balance
  • Flachen Hierarchien
  • Home Office

Unternehmen dürfen den Fokus nicht nur auf junge Leute legen, sondern auch auf Ältere. Junge Leute sehen 50-jährige Mitarbeiter schon als Senior an. Wir brauchen daher ein Altersverständnis in der Unternehmenskultur! Der Demographische Wandel hat zur Folge, das die Machtverschiebung vom Arbeitgeber zum Arbeitnehmer hingeht. Unternehmen haben daher keine andere Möglichkeit als sich attraktiv zu machen. Die Alten sagen: „Wir haben das Internet erfunden!“. Die Jungen sagen: „Wir haben das Internet zum laufen gebracht!“. Eine Option wäre die Arbeitszeit, der Arbeitsort und die Flexibilität. Aber auch ein neues Familienmodell oder eine neue Rollenverteilung von Mann / Frau in der Kindererziehung kann Vorteile mit sich bringen. Es ist davon auszugehen das die derzeitigen Entwicklungen darauf hin deuten, das es in Zukunft nur noch zwei Unternehmensvarianten gibt: Caring Companys vs. fluide Unternehmen.

 

 

„Auch Du bist nur ein Algorithmus!“ – Wie man mit Social Media Marketing und Big Data den Menschen berechnet

Big Data ist in aller Munde, doch was hat es mit dem diesem Begriff auf sich? Der sehr interessante Vortrag des Geschäftsführer der InfoSpeed GmbH Dr. William Sen lieferte erste Eindrücke, warum Big Data in der Zukunft eine immer größere Rolle spielen wird. Wir haben für Sie die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

 

Das World Wide Web besteht zu 4% aus dem Surface Web, das sind die Webseiten, welche von Google erfasst werden., 96% der restlichen Webseiten (Patenseiten, Intranetz, etc.) werden nicht erfasst und sind das sogenannte Deep Web.

Die Komplexität nimmt immer mehr zu und die Computersysteme von heute sind schon längst nicht mehr in der Lage die Menge an Daten zu verarbeiten. Selbst mit der rasanten Entwicklung hinkt die die Rechenleistung hinterher.

Die Kommunikationsstrategie der Unternehmen sollte kundenorientiert sein. Sie müssen lernen zuzuhören, zu verstehen und dann zu handeln. Social Media Netzwerke erlauben dabei eine neue Art der Kommunikation und bringen mehr Nähe zum Kunden.

Die Kunden und Nutzer Ihrer Produkte sollten mehr mit einbezogen werden, da sie mit ihren Bewertungen und Kommentaren Ansporn zu neuen Ideen geben und Verbesserungen vorschlagen. Die sogenannten Advocates und Influencers (Blogger, Experten, Forenadmins, etc.) sollten von den Unternehmen umworben werden.

Dabei müssen die Unternehmen darauf achten, dass ihre Zielgruppe unberechenbar ist. Schnell entwickeln sich Szenarien, welche schwer zu kontrollieren sind.

Die tägliche Datenmenge, welche von Big Data Firmen erfasst wird um das Verhalten der Zielgruppe und somit den nächsten Buzz zu bestimmen setzt sich dann größten Teils aus der Anzahl der Kommentare, Anzahl der User und dem Zeitraum zusammen. Dabei fällt es den eingesetzten Crawlern schwer zwischen Kommentaren zu unterscheiden, welche von Relevanz sein könnten und welche nur sinnloses Philosophieren sind.

Die Limitierung von Big Data liegt bei der fehlenden Komplexität der Programme. Die heutzutage eingesetzten Programme haben noch die Möglichkeit menschliche Emotionen zu deuten und wissen zum Beispiel nicht, was Sarkasmus ist. Dies erschwert die Beurteilung von Kommentaren.

Eine weitere Limitierung von Big Data sind bisweilen die Quellen. So stellen Foren mit die größten Meinungsmacher, sind aber für Big Data Unternehmen ein Horror, da sie meist nicht über die Serverleistung verfügen um größere Datenmengen schnell abzufragen. Desweiteren sind bestimmte Foren nicht zugänglich und benötigen eine Authentifizierung oder sind generell nicht zugänglich (z.B. Ärzte Foren).

Big Data Firmen werden von Unternehmen beauftragt und durchsuchen Foren, Social Media Netzwerke etc. nach relevanten Daten, welche Aussagen über ein Produkt liefern.

Durch diese Nachforschungen können die Unternehmen ihre Kunden besser verstehen und sich ihren Bedürfnissen anpassen. Somit findet man unter anderem heraus, wie die Produkte eingesetzt werden und was sie für den Kunden bedeuten.

Der Begriff Entität wurde von Peter Chan geprägt. Entität beschreibt Daten, welche Bezug zur Realität haben. Es wird differenziert zwischen direkten Entitäten wie zum Beispiel Anzahl der Nutzer, Geburtsdatum, Uhrzeit, etc. und indirekten Entitäten, wie die durchschnittliche Antwortzeit, die Anzahl aktiver Autoren, etc. Alle anderen Daten werden als Objekt bezeichnet.

Die Zentroide gibt Ausschluss darüber, wie nahe bestimmte Daten aus Forenbeiträge oder Social Media Posts zu einem erstellten Algorithmus kommen. Nähren sich die Forenbeiträge durch ihre Parameter der Zentroide, so kann man sagen, ob es sich hierbei um eine Entwicklung handelt, welche einen Buzz auslösen kann.

Ein weitere große Rolle spielt bei der Analyse die Quellenidentifizierung (Twitter, Facebook und Foren).
Hashtags finden bisweilen weniger Bedeutung als erwartet und werden kaum bei der Analyse benutzt.

Virales Marketing im Social Web

Hendrik Unger hielt einen Vortrag zum Thema „Virales Marketing im Social Web“. Ob Marketer, Inhouse oder Agentur, alle müssen sich mit diesen Themen auseinandersetzen. Er zeigte inspirierende Beispiele und Fails, die das Thema näher beleuchteten und sich im Kern mit der Frage beschäftigten „Was eine virale Idee eigentlich mit sich bringen muss“. Was haben alle Viral-Spots gemeinsam? Ganz einfach:
  • Eine zündende Idee
  • initialen Auslöser
  • perfekte Quellen
  • Traffic-Lenkungen
  • richtige Techniken
Jedes Video kommt nicht an den grundlegensten Basics Vorbei: SEO. Video-SEO bietet: klaren Trust, Videorelevanz, Nutzerinteraktionen und Social Sharing. 

Blogger-Relation

Nicole Simon hielt einen Track zum Thema „Blogger Relation“. Marketing mit Bloggern ist entweder Relation oder PR. 2015 lautet die Devise: Wir müssen was mit Blogs machen“. Aber wie? Ganz einfach: Du musst so sexy sein, damit alle über Dich berichten!“. Es gibt viele Kanäle und manchmal sind Blogs die richtigen. Aber auch Foren und Print sind eine echte Option.

Als Firma muss man überall präsent sein. Aber: Nur weil es online ist, ist es nicht automatisch gut! Es muss sexy sein! Mit klassischer PR hat man mehr Reichweite, als wenn man „nur“ Blogger angeht. Im weiteren Verlauf ihrer Session ging Sie auf folgendes ein: Zu Unrecht sind Produkt-Test-Blogs in Deutschland sehr verrufenen. Diese bieten jedoch das Beste Engagement und eignen sich hervorragend um Interaktion hervorzurufen. 

Konzerne schicken bei neuen Produkten automatisch Tausende Testproben an Bloggern und PRlern, damit Sie darüber berichten. Die meisten von Ihnen tun das sehr gut und mit sehr viel Leidenschaft. Je professioneller ein Blog aufgestellt ist, desto besser ist es in den Suchmaschinen zu finden. Das bedeutet mehr Traffic und Unpersönlichkeit! Fashionblogger sind sehr stark auf Instagram und Tumblr unterwegs. Dort ist auch deren Zielgruppe – dies sollte man bei Seeding-Strategien beachten! Man muss nicht immer mit Geld an die Blogger herantreten. Für Blogger ist es enorm wichtig Glaubwürdigkeit langfristig zu wahren und sich darzustellen. Sei Kreativ!

„Wie läuft PR Arbeit wirklich ab bzw. wie komme ich in die Zeitung und andere Medien? Tipps & Tricks“

 

Was ist Interessant?

  • Malen
  • Prestige
  • Innovationen
  • Emotionen
  • Heiterkeit
  • Sex
  • Promis
  • Technik
  • Vorteile
  • Gefahr

Wie kommt man in den Medien? Ganz einfach, mit hochwertigen Videos! Diese sollten die folgenden journalistischen Punkte nach Carl Warren beherzigen:

  • Neuigkeit
  • Nähe (Lokalität)
  • Tragweite
  • Prominenz
  • Dramatik
  • Kuriosität
  • Konflikt
  • Gefühl / Sex
  • Fortschritt

TIPP: http://bit.ly/Zielgruppenmodelle

 

 

 

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Christoph Metz

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