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Campixx: Week 2015 – Recap SEO Campixx Tag 1


Campixx: Week 2015 – Recap SEO Campixx Tag 1
14 Mrz 2015

Auch heute am 6. Tag der Campixx Week 2015, dem ersten Teil des SEO Campixx, möchten wir Ihnen wieder in unserem Campixx: Week 2015 – Recap, einen Einblick in die spannendsten Themen dieses Tages geben und diesen noch einmal für Sie Review passieren lassen. Dabei möchten wir insbesondere auf die Workshops „Nicht jedes Ranking Problem ist ein Panda oder Pinguin – I tell you why!“, SEO meet SEA – Rankings der anderen nutzen, „SEO zwischen Performance und Marketing“ und SEO & Knowledge Graph“ eingehen.

Nicht jedes Ranking Problem ist ein Panda oder Pinguin – I tell you why!

In diesem Workshop von Jonas Weber sollte dem Zuhörer verdeutlicht werden, wie es der Titel schon sagt: „Nicht jedes Ranking Problem ist ein Panda oder Pinguin“.

Viele Betreiber einer Website kommen irgendwann einmal in das Problem, dass sie nach einem „Google-Update“ viel schlechtere KPIs aufweisen, als davor. Viele denken dabei sofort an die „gefürchteten“ Panda oder Pinguin-Updates. Sicherlich spielen diese zum Teil auch immer eine Rolle, aber genauso möglich ist es auch, dass letzten Endes ganz andere Faktoren dazu geführt haben, dass sich die vorher „erkämpften“ KPIs auf einmal rapide abfallen.

Es gibt daher eine Reihe von Faktoren, welche hierbei zu berücksichtigen wären. Nachfolgend hatte Jonas demnach einige Punkte, anhand von Case Studies aufgezeigt, welche eben zu dieser Problematik führen können:

  1. noindex, nofollow
  2. PageRank Kill mit falschem Crawler Einstellungen
  3. nie zu viel auf einmal ändern z.B.: Content + URL
  4. Change .de tld to .org for international SEO
  • wer der Meinung ist mit seiner .de-domain nicht den internationalen Markt ansprechen zu können, sollte dabei nicht die TLD wechseln, da sonst zu viel erarbeitete KPIs verloren gehen können.
  • sondern eher auf klassische Optimierungsmaßnahmen, in Form von vielsprachigen Inhalten
  1. Over Optimization: Keywords
  • bei zu „aggresiv“ rankenden Keywords, eher natürliche wählen
  1. Over Optimization: zu wenig Brandtraffic bei Keyworddomain
  2. Over Optimization: Deindexierung
  • vielleicht hat die eigene Website, weitere Webseiten, welchen guten Content und Traffic liefern. Dennoch liefern wiederum die darin enthaltenen Webseiten keinen allzu guten Traffic
  • hier sollte analysiert werden, welche Seiten möglicherweise nicht mehr benötigt werden (durch mittelmäßigen oder gar keinen liefernden Traffic), um anschließend eine „radikale“ Deindexierung dieser Seiten durchzuführen
  1. Wrong homepage – was mag Google?
  • speziell per 301-Weiterleitung gesetzte Webseiten
  1. interne Konkurrenz: mehr Relevanz, weniger PR
  2. Soft 404er ohne Ende
  3. JavaScript Verlinkung: Check Google Text Cache!
  4. Pinguine ohne Fundament are „f***ed“
  5. Endstation Datenbankzugang
  6. euer Texter verkauft unique contents doppelt
  7. hreflang tag .ch. vs .de in Google.ch
  8. der „doppelte Filter“
  9. Zukunft: no mobile version

Verständlich machen sollte sich jeder Betreiber einer Website:

„Google hat auch unterschiedliche Prozesse“,

das soll bedeuten, auch Google geht unterschiedliche Wege bei der Analyse einer Seite und verfolgt dabei nicht immer ein und dasselbe Ziel.

Auch der Einsatz von JavaSkript, wo in der Vergangenheit immer häufiger darüber spekuliert wird, ob der Google-Crawler auch solche Form von Content inhaltlich „erkennt“, konnte nicht dementiert werden. Jedoch sollte diese Art von Inhalt nach wie vor vielleicht mit Vorsicht behandelt und „noch“ eher auf HTML Codierung gesetzt werden.

Dennoch sicher ist, auch Google entwickelt sich weiter und wohlmöglich wird auch früher oder später diese Art von Inhalt keinerlei Probleme mehr darstellen.

Allgemein lässt sich aber aus diesem Workshop sagen:

Pinguin / Panda:

  • nicht nur schlechte Links sollten hier abgebaut werden, sondern parallel auch gute aufbauen, um die entsprechende Reputation zu steigern
  • was haben Kunden für Informationen in ihrer Datenbank, welche wohlmöglich noch zu wenig oder gar ungenutzt sind, sodass damit neuer und noch informativer Content erstellt werden kann

Doppelter Filter:

Sollte der Fall eingetreten sein, dass Betreiber einem Google-Update zum „Opfer“ gefallen sind, sollte stets geprüft werden, in welchem Filter (also aus welchem genauen Grund) die Domain „gerutscht“ ist.

SEO meet SEA – Rankings der anderen nutzen

Mit dem Leitsatz „Sharing is Caring“ starte Oliver Wermeling seinen Vortrag über die optimale Nutzung von SEO-optimierten Seiten mit guten Rankings zur Platzierung von Werbebannern, für die zu bewerbenden Inhalte oder Produkte.

Oliver Wermeling sieht SEO als sehr aufwendig uns investiert daher lieber in PaidAds auf verschiedenen Kanälen. Seine ganzheitliche Paid Traffic Strategie gliedert sich dabei in folgendene Schritte:

  1. Google AdWords Search Werbung 
  2. Retargeting-Pixel auf Facebook
  3. Faceboook Ads Werbung
  4. Retargetingkette mit besser werden mit Angeboten
  5. Sale

Die Retargetinggruppe ist dabei so aufgebaut, dass schrittweise begrenzte Angebote auf eine entsprechende Zielperson in drei Einzelstufen geliefert werden. Das jeweilige Folgeangebot wird nur dann erstellt, wenn auf das vorangegangene keine Transaktion des Zielkunden durchgeführt wurde. So erhält dieser immer ein limitiertes Angebot, im ersten Schritt mit 5% Rabatt, im zweiten Schritt mit 10% Rabatt und im dritten Schritt mit 15% Rabatt. Die hierbei erzielten Erfolgsquoten lagen bei 42% nach dem ersten Angebot, 27% nach dem zweiten Angebot und 31% nach dem dritten Angebot.

Die Erfolgsquoten waren auch deshalb so erfolgreich, da die Retargeting-Pixel auch sehr targetiert auf fremden Websits eingebunden wurden. Diese Webseiten wurden persönlich mittels relevanter Suchbegriffe ermittelt um entsprechende Werbeplätze zu kaufen. Die Pixelplatzierung erfolgte im Anschluss immer auf den entsprechenden Unterseiten zu den gegoogelten Suchbegrifffen. Auf Facebook wurden für spezifische Zielgruppen Profile angelegt und gleichzeitig Facebook Ads geschaltet.

Vorteil der Strategie ist die sehr targetierte Zielgruppenanprache mit sehr hoher Conversion Wahrscheinlichkeit. SEO-technisch gut optimierte Seiten mit bestimmten Keywords werden gezielt für retargeting Maßnahmen akquiriert – ein absolutes Erfolgsmodell!

SEO zwischen Performance und Marketing

In dem Workshop von Korbinian Spann sollte dem Zuhörer aufgezeigt werden, welchen Unterschied es beim SEO zwischen Performance und Marketing gibt oder ob beide Faktoren sogar entscheidend dafür sind.

In erster Linie sollte aber zunächst erst einmal gezeigt werden:

  • Was bedeutet überhaupt erfolgreiches SEO?
  • SEO in der Customer Journey?

und zum Schluss noch ein Fallbeispiel zur Verdeutlichung

Was bedeutet überhaupt erfolgreiches SEO?

  • gute Sichtbarkeit?
  • gutes Ranking?
  • guter Traffic?
  • wenig Ladezeit?
  • gute und themenrelevante Links?

Zur Veranschaulichung stellte Korbinian hierbei noch einen von ihm erstellten „KPI Chart“ zusammen, womit er aufzeigen wollte, welche Faktoren in den einzelnen Bereichen mit entscheidend sein könnten:

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Quelle: Workshop Korbinian Spann „SEO zwischen Performance und Marketing“

SEO in der Customer Journey:

  • hängt von der Suchanfrage ab – generisch oder Brand
  • Tracking: First click, last click oder Attribution?
  • Synergieeffekte mit anderen Kanälen – welche und wie stark?

Als Fazit aus einem bestimmten Fallbeispiel:

1.

  • Markenbekanntheit als wichtige Kennzahl ansehen
  • keine Performance macht blind – Messbarkeit durch KPIs schaffen

2.

  • Synergieeffekte erkennen

        -> es gibt nicht „online“ oder „offline“ – nur Marketing

 3.

  • Synergieeffekte steuern

      -> SEO & SEA & Direct

 

Als Gesamtfazit lässt sich aus diesem Workshop sagen:

->   Content * Marketing + Reach * Performance     = Brandbuilding

oder zusammengefasst

->   Content + Reach = Revue

„ Wenn nach dem Brand gesucht wird, dann ist die Markenbekanntheit, als Teilziel erreicht und somit der Umsatz höchstwahrscheinlich auf einem guten Weg“

SEO & Knowledge Graph

Was ist der Knowledge Graph? Moritz Aubke erklärt, dass es sich dabei um einen riesigen Wissenspeicher von Google handelt, der relevante Informationen ohne Umwege aufbereitet und darstellt. Dabei wird ermöglicht, dass Qualität erhöht wird, insbesondere durch semantische Aufbereitung der betreffenden Quellen.

Der amerikanische Knowledge Graph ist weit aus ausgeprägter, als in Deutschland und zeigt z.B. Soziale Profile entsprechender Personen oder Organisationen mit an. Hierzu bietet Schema.org die Möglichkeit für Personen oder Organisationen mittels eines Codes, dass Soziale Profile im Quellcode abzubilden und von Google zu erkennen.

Doch warum ist dies so wichtig? Um bei der semantischen Suche besser gefunden zu werden. Das Google Hummingbird-Update setzt Suchanfragen in Verbindung zueinander, um diese optimal zu interpretieren. Bei semantischer Suche geht es um Identität, Intention, Sinngehalt, Kontext, Assoziation und Beziehungen.

Dies führte zu negativer Trafficveränderung, so war Wikipedia eindeutiger Verlierer. Potentieller Traffic der eindeutiger ist wird dagegen wieder zunehmen und von mehr qualitativer Natur sein. Durch den Knowledge Graph werden mehrere Kanäle abgegriffen und qualifiziertere User gewonnen.

Wie erscheine ich im Knowledge Graph? Dafür gibt es 5 Möglichkeiten:

  1. Fokus Bilder SEO
  2. Fokus schema.org
  3. Fokus Entitäten
  4. Fokus Freebase
  5. Fokus Userverhalten

Normale Bilderoptimierung ist hier besonders zu betonen. Alt-Text, Dateiname mit Beschreibung, Keywords im Seitentitel und Umfeld des Bildes und komprimierte Bilder sind hierzu Voraussetzung. Google zieht sich Bilder aus der Bildersuche, man gewinnt daher zweimal Traffic, einmal aus Bildersuche und einmal aus Knowledge-Graph.

Schema.org ist eine weitere Möglichkeit im Knowledge-Graph strukturiert zu erscheinen. Z.B. hat Robbie Williams seine Tourdaten in Schema.org getaggt und Google gibt diese strukturiert wieder.

Eine Entität definiert sich über einen Unique Identifier (URI) mit individueller Bezeichnung und typischen Eigenschaften, die der Identität zuzuordnen. Bei James Bond wären dies zum Beispiel Release, Cast, Autor und Regisseur. 

Freebase ist ein Personenverzeichnis, das bald geschlossen wird und daher bald keine Relevanz mehr haben dürfte.

Beim Userverhalten lernt Google aus sozialen Verhalten in sozialen Medien und Webseitenbesuchen.

Was bedeutet das für SEO? 

Goolge wird intimer, Nutzerverhalten und Historie spielen dabei eine immer größere Rolle und die Entwicklung geht immer mehr weg von Keywords und mehr Richtung Nutzererlebnis.

Der beste Content bringt nichts, wenn dieser im Netzt verschwindet. Inhalte sollten daher so aufbereitet werden, dass sie gefunden werden und zwar durch Schaffung des perfekten Dokumentes, in dem alle Infos eingebunden sind und die Seitenstruktur interpretierbar ist.

Weiter an Bedeutung wird auch die mobile Suche gewinnen, sowie Profile kleiner lokaler Unternehmen.

Google wird sich zunehmend an der Suchintention orientieren, der Gesamttraffic wird geringer, dafür aber intensiver, denn Google bietet verschiedene Quellen an, nicht nur die organischen Suchergebnisse (Bildersuche, Maps, Universal Search, Products, News). 

Traditionelles Marketing und PR sollten nicht fehlen, um nicht abhängig zu sein – Keep it simple, fürs Publikum! Informationen sollen schnell und einfach erreichbar sein.

Fazit des heutigen Tages:

Im Fokus des ersten SEO Tages auf der Campixx: Week 2015 standen die aktuellen Veränderungen und Trends in der Suchmaschinenoptimierung. Dabei ging hervor, dass Google immer mehr den semantischen Ansatz anwendet und herkömmliche Muster an Bedeutung verlieren. Dabei geht der Trend zum Einen in Richtung Content und Inbound-Marketing zum Anderen in Richtung Suchintention des Users. Werden beide Anforderungen berücksichtigt und alte Gewohnheiten angepasst, so kann weiterhin erfolgreiches SEO betrieben werden. Dennoch sollte man differenzieren und sich nicht einzig und allein auf die organischen Suchergebnisse konzentrieren. Mittels weiterer Kanäle, sowohl innerhalb von Google (Bilder, Videos, News, Shopping, Maps, etc.), als auch im Bereich Social Media und Paid Advertising stehen weitere vielverprechende Möglichkeiten bereit, seine Online-Aktivitäten profitabel auzubauen.

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Marcel Hanf

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